Leistungen

BREMEN: Im Juli dieses Jahres wurde der H. M. Hauschild GmbH die Auszeichnung „reddot für hohe Designqualität“ für eine Präsentverpackung der Marke „Beck’s“ verliehen.

Laut Aufgabenstellung sollte für ein neues Lifestyle-Produkt der InBev-Marke „Beck’s“ geworben wer-den. Zur Markteinführung von „Beck’s Green Lemon“ wurde eine Verbindung von Bier und Zitrone gesucht. Das Besondere dieser neuen Biersorte sollte auch durch die Verpackung betont werden.

Schon in der Vergangenheit konnten die Produktentwickler aus dem Hause H. M. Hauschild unkonventionelle und innovative Ideen umsetzen.

In enger Absprache mit dem Kunden wurde in diesem Fall eine außergewöhnliche Lösung gefunden.

Herausgekommen ist eine Verpackung in Form eines Halbkreises, die sich wie ein Buch öffnen lässt.

Im Unterteil ist in einer passgenauen Vertiefung eine Bierflasche zur Hälfte eingebettet. Dazu im Widerspruch scheint das Oberteil zu stehen: Die entsprechende Öffnung für die Flasche sucht der Benutzer vergeblich.

Mit dem Aussehen einer Zitronenscheibe weckt die Präsentverpackung die Neugier auf den Inhalt.

Nachdem für den Kunden InBev „Beck’s Green Lemon“ zu einem Erfolg geworden ist, stellte sich noch im Nachhinein ein gar nicht erwarteter Gewinn für die H. M. Hauschild GmbH ein: die Verleihung des reddot für die gelungene Gestaltung.

 


 

BREMEN: Schon immer setzte H. M. Hauschild GmbH auf eine eigene Entwicklungsabteilung für das Packungsdesign ihrer Kunden. Gut ausgebildete Spezialisten stehen hier für die Lösungen der täglich neuen Verpackungsanforderungen bereit. Denn es gilt: Kein Produkt ist wie das andere, kein Kunde

ist wie der andere.

Und sollten sich die Produkte doch einmal gleichen, so muss die Umverpackung für Einmaligkeit, Unverwechselbarkeit sorgen. Denn die ansprechende Faltschachtel ist es, die im Regal den letztentscheidenden Kaufimpuls geben kann.

Ständig werden von H. M. Hauschild neue Ideen erwartet und auch geliefert!

Geht es bei der Mustererstellung für eine neue Verpackungslinie noch wenig um Kreativität, so ist schon beim Entwurf einer Mailingverpackung die technische Machbarkeit mit dem Gestaltungswunsch des Kunden in Einklang zu bringen.

Hier hat es sich in der Vergangenheit längst bewährt, in einem möglichst frühen Stadium direkt mit den „Kreativen“ aus Agentur und Werbeabtei-lung eng zusammenzuarbeiten. Oftmals konnten

so die Weichen hin zu einer optisch ansprechenden

aber auch wirtschaftlich vertretbaren Kartonage gestellt werden. Denn was nützt das aufwändigste Agenturmuster, wenn es im Auftragsfall nicht maschinell herzustellen ist!

 

CAD-System hilft beim Entwurf

 

Unterstützt werden die „Mustermacher“ von einem branchenspezifischen CAD-System (computer-aided design - computerunterstütztes Konstruieren). Hier können am Monitor diverse Gestaltungsvorschläge durchgespielt werden, um dann schließlich das optimale Muster per Plotter zu erstellen.

Neben der reinen Faltschachtel-Konstruktion wird gleichzeitig auch die passende Kartonqualität vorgeschlagen. Steht das Verpackungsdesign endgültig fest, erfolgt die Übergabe der Zeichnungsdaten für die weiteren Gestaltungsaufgaben der Agenturen sowie für die Anfertigung des Stanzwerkzeuges.

 


 

BREMEN: Sofort nach dem Öffnen der blauen Sicherheitstür umgibt einen der Geruch von Farbe und Papier. Nicht unangenehm. Irgendwie vertraut und zu diesem Metier gehörig. Doch die Verursacher sind erst einmal gar nicht auszumachen. Zu weitläufig und zu unübersichtlich erscheint dem Betrachter beim Betreten die helle Druckerei. Weitläufig, da wir es hier mit der Fläche eines Fußballfeldes zu tun haben, und unübersichtlich, weil Maschinen teilweise durch hohe Kartonstapel verdeckt sind.

Sicher, nach Papier riecht es hier auch. Aber den Großteil des zu bedruckenden Materials macht bei der H. M. Hauschild GmbH der Karton aus. Diesen verarbeiten die Drucker zu über 80 %. Das merkt

man an jeder Ecke und an jedem Ende, türmen sich hier doch Kartonstapel teilweise deckenhoch. Als Papier würde die gleiche Bogenzahl zwar weniger Höhe in Anspruch nehmen, doch Faltschachteln lassen sich nun einmal nur aus Karton ab einem Flächengewicht von etwa 250 g/m2 herstellen. Bei ungefähr 650 g/m2 bzw. 1 mm Stärke ist die obere Grenze erreicht. Mehr ist den Druckmaschinen nicht zuzumuten.

Vorbei an einer Zweifarbmaschine vom Typ „Roland 200“, an der gerade ein Auszubildender unter Anleitung seine ersten Druckversuche absolviert, geht es weiter zu den eigentlichen Produk-tionsmaschinen. Ein rhythmisches Zischen ist von der nächsten Maschine zu vernehmen. „Roland 700“ steht an jedem der sechs eleganten, hellgrauen Druckwerkstürme. Wie ein Blick auf den Leitstand verrät, werden hier gerade 12500 Kartonbogen pro Stunde in einem Durchgang bedruckt und lackiert. Also 3,5 Bogen in der Sekunde!

Mit kritischem Blick kontrolliert der Drucker einen frischen Bogen und vergleicht ihn mit dem abgestimmten Kundenmuster. Neben dem visuellen und messtechnischen Abgleich des Farbeindruckes erfolgt in festgelegten Abständen das Prüfen der Barcodes der einzelnen Schachteln. Alle Messergebnisse werden zusammen mit den übrigen Auftragsparametern protokolliert.

Zehn Faltschachteln für Teebeutel sind auf dem Druckbogen symmetrisch und ineinander verschachtelt angeordnet. Auf den ersten Blick ist kaum zu erkennen, wo eine Schachtel aufhört und die nächste beginnt.

Handelte es sich hier um eine Offsetdruckmaschine für ein maximales Druckformat von 74 x 104 cm, so sind weiter hinten ihre beiden großen Schwestern aus der „Roland“-Baureihe zu sehen. Bis zu 100 x 140 cm große Kartonformate können sie bedrucken. Und das mit bis zu sechs Farben plus Lack. Auf den Maschinen richten die Drucker gerade die nächsten Aufträge ein: Schachteln für Cornflakes und Eiscreme werden benötigt.

Während die Fachhelfer riesige Paletten mit Kar-ton auspacken und bereitstellen, spannen die Drucker sorgfältig die im CtP-(Computer-to-Plate-)Verfahren gefertigten Druckplatten auf die Zylinder. In Kürze starten auch hier die neuen Aufträge.

Täglich werden so im Mehrschichtbetrieb ca. 50000 kg Karton mit Farbe bedruckt - zweieinhalb Lkw-Züge. Karton und Farbe, der Geruch von beidem ist untrennbar mit einer Druckerei verbunden.

 


 

BREMEN: Zugegeben, gewaschen, geschnitten oder gelegt wird bei der Faltschachtelherstellung nicht. Doch wie dieser Ausdruck bei den Friseuren zum stehenden Begriff geworden ist, so ist es das „Stanzen, Rillen, Kleben“ des Verpackungsmittelmechanikers. Diese Fachleute sind es nämlich, die dafür sorgen, dass aus den bedruckten Kartonbogen die verschiedensten Verpackungen entstehen.

Gestanzt, gerillt aber auch geritzt oder geprägt wird bei der Druckerei H. M. Hauschild GmbH auf Stanzautomaten der Fabrikate „Bobst“ und „Wupa“. Diese Maschinen verfügen über bis zu drei Stationen: In der ersten Station werden mit Hilfe der Stanzwerk-zeuge, der sog. „Bandstahlschnitte“, die äußeren Konturen der einzelnen Schachteln geschnitten. Außerdem formt man hier mit den Rill- und Ritzlinien die Kanten der Schachteln vor.

Weitertransportiert in die zweite Station, wird der zuvor abgeschnittene Stanzabfall vom Bogen ge-trennt. In der letzten Station schließlich werden die noch an kleinsten Kartonnasen, sog. „Brücken“, zusammenhängenden Faltschachteln separiert und säuberlich auf einer Palette abgestapelt. Je nach Ausführung werden diese Faltschachtel-Zuschnitte sortenweise verpackt und eingelagert oder aber noch geklebt.

 

Geklebt und gut

 

Die im ganzen Produktionsablauf sicher längsten Maschinen sind die „Diana“-Klebemaschinen - wenn man die Abtransportbänder hinzurechnet.

Hier handelt es sich um die wohl flexibelsten Maschinen in der ganzen Druckerei.

Können die Druck- und Stanzmaschinen vom Steuerpult aus millimetergenau auf den rechtwinkligen Bedruckstoff eingestellt werden, so gleichen die Klebemaschinen eher einem Baukasten.

Unsymmetrische Formen der Faltschachtel-Zuschnitte sind an der Tagesordnung. Darum kann man hier überall etwas ver- und einstellen. Ganze Baugruppen werden je nach Anforderung aus- oder eingebaut. Hunderte Rollen wollen mehr oder weniger starken Anpressdruck ausüben. Ganz entscheidend kommt es hier auf das Fingerspitzengefühl des Maschinenführers an.

Kontrolleinrichtungen für den Leimauftrag und das einwandfreie Identifizieren der einzelnen Schachtel müssen justiert werden.

Unterschiedliche Arten der Verklebung lassen sich so realisieren: von der Geradeausklebung mit einer Leimspur über Aufrichteschachteln mit zwei parallelen Leimspuren bis hin zur Verklebung von automatischen Böden (Patentfaltböden) mit der Dreipunktklebung.

 

Darüber hinaus gibt es eine Reihe Sonderfälle, bei denen eine Maschinenklebung machbar ist.

Fertig geklebt und in passende Wellpapp-Faltkisten verpackt, finden die Schachteln anschließend ihren Weg ins Fertigwarenlager. Versehen mit Etiketten und Palettenzetteln nach Kundenvorgabe, werden sie im Warenwirtschaftssystem erfasst und in das eigene Lager aufgenommen.

 

Genug ist nicht genug

 

Reicht ein einfacher Karton für das Endprodukt nicht aus, können mehrere Materialien auch aufeinander geklebt, kaschiert, werden.

Als Grundlage dient dann Graukarton oder Wellpappe in den unterschiedlichsten Stärken. Gerade diese Materialvarianten werden zur Erstellung von Displays eingesetzt, ob als Deckenhänger, Palettenstecker oder als mannshohes Bodendisplay. Auch hier sind die Produktentwickler von H. M. Hauschild in ihrem Element. Namhafte Markenartikler konnten schon von deren Know-how profitieren.

 


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